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über die Tibetische Medizin   -   den Medizinbuddha   -   medihimal   -(der Bereich befindet sich noch im Aufbau)

Die Tibetische Medizin

ist eine ganzheitliche Medizin, die nicht nur auf die Krankheitssymptome schaut, sondern auch die Lebensführung des Patienten und die Umwelteinflüsse berücksichtigt.

Das heißt, der Mensch wird als Ganzes wahrgenommen und nicht nur der Teil des Körpers, welcher gerade schmerzt. Diese traditionelle Medizin des Himalayas hat eine jahrtausendealte Tradition und war immer eng mit den buddhistischen Lehren verbunden. Diese Lehren sind bis heute erhalten und werden noch heute in Ländern wie Tibet, Nepal, Nordindien, Bhutan zur Behandlung Kranker eingesetzt. Die Tibetische Medizin hat ihre Stärken in der Behandlung internistischer, chronischer und psychosomatischer Krankheitsbilder.

Eine Grundlehre des Buddhismus besagt, dass der Ursprung des Leidens die Unwissenheit des Menschen ist. Die Tibetische Medizin sieht die Ursachen von Krankheiten im falschen Denken und Verhalten, damit meint sie Begierde, Selbsttäuschung und Hass. Diese führen zu einem Ungleichgewicht der drei Körperenergien Galle, Schleim und Wind. Deshalb geht es in der Tibetischen Medizin nicht nur darum, die Symptome zu behandeln, sondern der Mensch muss sich ebenfalls ändern, um wieder gesund zu werden. Bevor der Tibetische Arzt dem Patienten Therapien und Medikamente verordnet, wird er ihm zuerst empfehlen, seine Geisteshaltung und seine Ernährungsgewohnheiten zu ändern.
pulsdiagnose
Wichtigste Untersuchungsmethode ist die Pulsdiagnose. Anhand der 50 verschiedenen Pulse, die der tibetische Arzt erfühlen kann, erhält er Aufschluss über Probleme der inneren Organe. Zur Untersuchung gehören ebenso die Kontrolle der Zunge, der Augen und des Urins. Unsere Gesundheit wird jedoch nicht nur durch die innere Geisteshaltung beeinflusst, sondern auch durch das individuelle Verhalten, Umwelteinflüsse, klimatische Bedingungen und unsere Essgewohnheiten.
Deshalb ist das oft recht lange Gespräch zwischen Arzt und Patient genauso wichtig, um die Ursuche für die Störung des Gleichgewichts zwischen den Lebensessenzen herauszufinden.

Kann die Ursache dieses Ungleichgewichts gefunden werden, wird die Behandlung festgesetzt. Dabei ist es nicht so wie in der westlichen Medizin, dass es einen Wirkstoff für eine Erkrankung gibt, sondern dass normalerweise für jeden Patienten ein eigenes Medikament hergestellt wird, welches aus den verschiedensten Kräutern, aber auch aus Mineralien, Metallen, Gräsern besteht. Hinzu kommen Behandlungsmethoden wie Massage, Akupunktur, Moxibustion und Medizinalbäder.
Der Buddhismus hat auch Einfluss auf die Herstellung der Medikamente, auf das Studium der Medizin und auf den Arzt selbst. Das Sammeln der Heilkräuter und Fabrizieren der Kräuterpillen richtet sich nach dem Mondkalender. Die Medikamente werden durch Zeremonien von Mönchen in ihrer Heilkraft verstärkt.
Zum Alltag eines guten tibetischen Arztes gehört das Meditieren. Und während des 7 jährigen Studiums der Tibetischen Medizin werden die buddhistischen Grundlagen genauso vermittelt wie Heilkunde und Diagnose.

medizinbuddha

Der Medizinbuddha

ist die Verkörperung der heilenden Qualitäten aller Buddhas. 

In seiner linken Hand hält er eine Schale mit heilendem Nektar und Medizinfrüchten, Symbol für seine Kraft, Krankheiten und Verblendungen zu besiegen. In seiner rechten Hand hält er die Myrobalan-Pflanze (Terminalia chebula), die für ihre Wirksamkeit bei der Behandlung geistiger wie körperlicher Krankheiten bekannt ist. Die Rezitation seines Mantras, das Aufsagen seines Namens oder das Anschauen seines Bildes sollen ausreichen, eine Befreiung von Leiden, Schutz vor Gefahren und vorzeitigem Tod zu gewähren.

Abbildung: (c) 2006-2013 by medihimal und Pema Juliane Eichberg